Events – 19. Okt. 2017
Bericht zur Start-Up Kitchen mit Geschäftsführer Gerald Holler am 17. Oktober

Vorgestern war es soweit: Unter dem Motto „Rezepte für eine delikate Gründerkultur“ standen gleich 5 erfolgreiche Gründer und Gründerrinnen gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Gerald Holler und Staatssekretärin Katrin Schütz am TV-Herd und berichteten über Ihre Anfangszeiten.

Für alle, die leider nicht live dabei sein konnten, hier zum Nachschauen nochmal der Link zum Facebook – Stream: https://www.facebook.com/bwstiftung/videos/1456960151067507/

Nach der Begrüßung durch den Moderator Thomas Niemietz und einige einleitende Worte durch Herr Christoph Dahl (Geschäftsführer der BW Stiftung) ging es direkt los.

Als erstes berichtete Foodbloggerin Christine Garcia alias Trickytine von Ihrer Motivation einen Blog zum Thema Essen und Genuss ins Leben zu rufen und Ihrem Antrieb sich selbst immer wieder zu hinterfragen und zu verbessern. Sie unterstützt die anderen Gründer beim Kochen und erzählt dabei wie der Blog vom Hobby zum Beruf wurde. Hier gibt Sie tiefe Einblicke in das Business Model dahinter –  der Blog finanziert sich über Kooperationen mit Herstellern und damit verbundenen Produktvorstellungen als Markenbotschafterin, Lebensmittelfotografie und kulinarischen Reisen.

Während die Vorspeise von Nadine und Anne Kathrin Antic zubereitet wird, berichten Sie von Ihrem innovativen Unternehmen im Bereich Recycling und der damit verbundenen Gründung Ihrer Unternehmen Global Flow. Durch Ihre Erfahrung als Werkstudentin möchte Nadine Antic etwas verändern und entwickelt zunächst alleine, später mit Ihrer Schwester eine Möglichkeit organische Abfälle als Sekundärrohstoff zu verwerten und so nicht nur Kosten einzusparen, sondern auch die Umwelt aktiv zu schonen.

Bei der Zubereitung des Hauptgangs kommt die Erfindung von Gründerin Susann Hartung zum Einsatz. Sie entwickelte den „Spätzleshaker“ um die Herstellung von Spätzle in jeder Phase (davor, währenddessen und danach) zu vereinfachen. Anschaulich beschreibt Sie den Prozess von der Entwicklung des Produktes bis zur Marktreife – über die Marktforschung (mit Unterstützung des Informationszentrum Patente in Stuttgart), die Sicherung der Rechte und mögliche Förderungen.

Passend zu den schwäbischen „Spätzle“ bereitet unser Geschäftsführer Gerald Holler das Gulasch zu. Er spricht währenddessen über seine erste Firmengründung mit 18, über Erfolge und Misserfolge. Obwohl die erste Gründung gescheitert ist, nahm er einen zweiten Anlauf und gründete vor 15 Jahren seine jetzige Firma COMPRiS. Auch wenn er damit eigentlich kein Gründer im eigentlichen Sinne mehr ist, kommt bei ihm gerade wieder das Gefühl von Start Up auf. Denn COMPRiS befindet sich im Wandel von einem klassischen Dienstleistungsunternehmen zu einer Softwarecompany mit eigens entwickelter Software um revolutionär schnell und effizient neue Märkte zu erschließen. Auch die bisherige Ausrichtung auf den IT Sektor erweitert sich damit massiv – jetzt kann COMPRiS für jedes Unternehmen unabhängig von der Branche tätig werden. Sein Erfolgsrezept: Weiterentwicklung – „Nur wer sich wandelt, bleibt!“

Nach dem Hauptgang ging es nach Draußen – hier wurde fleißig gegrillt. René Fiedler stellt seine innovative Kokosnuss- Kohle von BarbeKo vor, diese brennt nicht nur 4-5 Mal länger und bis zu 30% heißer als herkömmliche Kohle, sie ist dabei auch ökologischer, da wiederverwendbar. Da 60% der Grillkohle in Deutschland aus dem Regenwald stammt, geht er hiermit ein wichtiges Thema im Umweltschutz an.

Das Dessert bereitet Christopher Essert vor. Er bewegt sich mit seinem Start Up im Bereich Augmented Reality und entwickelt hier Software für Datenbrillen. Seine verschiedenen Software Lösungen sind ausschließlich für die Industrie und ermöglichen dem Nutzer zum Beispiel aus der Ferne über die Datenbrille Experten zu Maschinenreparaturen oder Inbetriebnahmen hinzuzuziehen. Auch dezentrale Schulungen oder Aufträge in unsicheren Ländern können so per Remote aus der Ferne umgesetzt werden. Die Nachfrage ist enorm und hierin liegt auch eine der größten Schwierigkeiten für das junge Unternehmen – um wettbewerbsfähig zu bleiben ist ein schnelles Wachstum notwendig, die Infrastruktur des Unternehmens (Büro, Hallen, …) muss entsprechend mitwachsen, was bürokratische Herausforderungen mit sich bringt.

Zum Abschluss spricht Staatssekretärin Kathrin Schütz über Baden-Württemberg als Gründungsstandort und hier gebotene Förderungsmöglichkeiten für Start-Ups und rundet den gelungenen Abend mit einem Ausblick auf weitere Handlungsfelder ab.

Sie haben sich erfolgreich beim Newsletter angemeldet!