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Compris-Studie: Cloud Computing ist bei manchem Systemhaus und Reseller noch nicht angekommen 26.07.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann
"Systemhäuser sind noch skeptisch": Dieses Resümee aus einer Studie zum Thema Cloud Computing zieht das Beratungsunternehmen Compris. Befragt wurden rund 560 Teilnehmer, die schwerpunktmäßig im B2B-Umfeld tätig sind, auch zu den Gründen für ihre Vorbehalte.
Zwar rückt das Thema Cloud Computing in Verbindung mit X-as-a-Service-Angeboten, wobei das X unter anderem für Software oder Infrastrukturen stehen kann, bei IT-Anwendern immer mehr in den Fokus. IT-Investitionen werden vermehrt in diesem Bereich getätigt. Viele Systemhäuser und Reseller allerdings, so das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Compris, „sind noch skeptisch in Bezug auf die `Wolke`“.
Nachholbedarf
Von 559 Resellern und Systemhäusern antworteten nur sechs Prozent der Befragten, dass Cloud Computing dieses Jahr ein wichtiges Thema darstellt. Acht Prozent stufen die „Wolke“ als „wichtig“ ein. „Weniger wichtig“ oder „unwichtig“ emfinden sie elf beziehungsweise 15 Prozent der Untersuchungsteilnehmer. Der verbleibende große Rest von immerhin 60 Prozent antwortete im Rahmen der telefonischen Anfrage aus unterschiedlichen Gründen nicht, wie ein Compris-Sprecher erläutert: Beispielsweise weil sie nach eigener Aussage die Tragweite nicht einschätzen können. Dies, so der Compris-Unternehmenssprecher weiter, unterstreiche, dass sich zahlreiche ITK -Anbieter bislang noch nicht mit dem Thema beschäftigt hätten, „obwohl es zunehmend ins Bewusstsein der Kunden rückt“. Das wiederum deute auf Nachholbedarf von Seiten der Systemhäuser und Reseller hin.
Vorbehalte dominieren
Insbesondere Bedenken wegen des Datenschutzes wirken aktuell hemmend: 21 Prozent der Befragten assoziieren Sicherheitsrisiken mit XaaS. Weil jedoch „aktuelle Sicherheitstechnologien ausreichend Schutz für Daten bieten“, so Compris, deutet dieses Ergebnis im besten Fall für die Hersteller auf ein Potenzial hin, dass sich allein durch genügend Aufklärung erschließen lässt. Compris empfiehlt den Herstellern vor diesem Hintergrund, „ihre Business-Partner fit für die Cloud zu machen“: etwa mittels Schulungen oder nachvollziehbarer Referenz-Storys.
Dies könnte auch helfen, weitere negative Assoziationen beziehungsweise spontane Gedanken im Hinblick auf den Bezug von IT aus dem Internet abzustellen: So verbinden 16 Prozent der Systemhäuser und Reseller mit XaaS einen hohen Umstellungsaufwand.
Erst nach den zwei Hemmfaktoren folgen positive Assoziationen, unter anderem flexible Verfügbarkeit (13 Prozent), Schonen der Ressourcen (elf Prozent), Kosteneinsparungen (elf Prozent) oder höhere Sicherheit bei Serverausfall (acht Prozent).
Zusammenfassend rät Compris ITK-Anbietern, speziell Systemhäusern, „sich auf das Geschäftsmodell der Zukunft einzustellen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die Kunden umfassend beraten zu können.“
Befragt wurden sowohl B2B -, B2C -Online- und Offline-Reseller und -Systemhäuser, wobei klassische, reine Online- Retailer nicht Bestandteil der Umfrage waren und der Schwerpunkt auf dem B2B-Segment lag.
Compris ist als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen auf den ITK-Bereich spezialisiert.
